Saisonstart Tennis – Tipps zur Vorbereitung nach der Winterpause
Der Winter ist vorbei, die Tage werden länger – und irgendwo in der Ecke wartet das Tennisracket auf seinen großen Auftritt. Der Saisonstart ist für viele Amateurtennis-Spieler jedes Jahr ein kleines Ritual: der erste Gang auf den Platz, der Geruch von frisch gewalztem Sand, das vertraute Ploppen des Balls. Damit der Wiedereinstieg reibungslos klappt, lohnt sich ein bisschen Vorbereitung.
Körper zuerst – nicht gleich Vollgas
Nach einer Winterpause, in der viele von uns deutlich weniger gespielt haben, ist der Körper nicht mehr so eingespielt wie noch im Herbst. Muskeln, Sehnen und Gelenke brauchen ein paar Wochen, um wieder in den Tennisrhythmus zu finden. Wer das ignoriert und sofort mit voller Schlagkraft loslegt, riskiert klassische Überlastungsverletzungen – Tennisellenbogen eingeschlossen.
Ein paar einfache Grundsätze für die ersten Wochen:
- Starte mit kürzeren Einheiten (45–60 Minuten reichen am Anfang)
- Aufwärmen nicht überspringen – 10 Minuten lockeres Einlaufen und dynamisches Dehnen machen einen echten Unterschied
- Die ersten Bälle locker einspielen, kein harter Aufschlag von Minute eins
- Auf das Bauchgefühl hören: Wenn etwas zieht oder brennt, besser einen Gang zurückschalten
Wer im Winter konsequent Ausweichsportarten wie Schwimmen, Laufen oder Radfahren betrieben hat, wird merken, dass die Grundlagenausdauer noch da ist. Die tennistypischen Bewegungsabläufe – schnelle Richtungswechsel, das Ausholen beim Vorhand – müssen aber trotzdem neu eingeschliffen werden.
Material-Check: Racket, Schuhe, Saite
Bevor es auf den Platz geht, lohnt sich ein kurzer Check der Ausrüstung. Schläger, die ein ganzes Jahr nicht bespannt wurden, haben oft eine deutlich nachlassende Saitenspannung – und das merkt man sofort am Spielgefühl.
Was du vor Saisonstart prüfen solltest:
- Besaitung: Wird meistens nach etwa 40–50 Spielstunden oder einmal im Jahr fällig. Ein guter Anhaltspunkt: Wenn der Schläger sich merkwürdig anfühlt oder die Bälle nicht mehr kontrollierbar fliegen.
- Griffband: Günstig zu wechseln und macht einen verblüffenden Unterschied beim Spielgefühl – besonders wenn das alte Band spröde oder rutschig geworden ist.
- Schuhe: Tennisschuhe auf Sand und auf Hartplatz nutzen sich unterschiedlich ab. Die Sohle auf Fischgrät- oder Sandhaftmuster kontrollieren.
- Bälle: Ein paar frische Bälle für die ersten Einheiten. Alte, weiche Bälle zu spielen ist weder Spaß noch Training.
Wer unsicher ist, wann der Schläger zuletzt bespannt wurde – einfach mal im Vereinsheim nachfragen. Es gibt immer jemanden, der einen guten Tipp parat hat.
Trainingsplanung: Langsam aufbauen, kontinuierlich steigern
Der häufigste Fehler beim Saisonstart ist nicht mangelnder Ehrgeiz – sondern zu viel davon. Wer nach einer langen Pause drei Mal pro Woche sofort wieder Volltraining macht, ist anfälliger für Verletzungen und Frust.
Ein realistischer Aufbauplan sieht eher so aus:
Woche 1–2: Locker einspielen, Grundschläge wiederfinden, keine langen Punkte spielen. Das Nervensystem braucht Zeit, um die Schlagtechniken wieder zu aktivieren.
Woche 3–4: Erste kurze Ballwechsel, leichte Konditionseinheiten dazunehmen, vielleicht schon ein erstes entspanntes Vereinstraining mitmachen.
Ab Woche 5: Normaler Spielbetrieb, Trainingseinheiten mit mehr Intensität, Vorbereitung auf Turniere.
Der Württembergische Tennis-Bund hat dazu regelmäßig Informationen für Vereinsspieler – und auch auf Verbandsebene gibt es Hinweise zur Saisonvorbereitung, die sich lohnen zu lesen.
Was beim TC Inneringen zum Saisonstart zählt
In Inneringen beginnt die Freibadsaison auf den Plätzen traditionell, sobald der Untergrund es zulässt – meistens im April. Der Verein startet mit gemeinsamem Einspielen und den ersten vereinsinternen Trainingseinheiten, bevor der offizielle Punktspielbetrieb beginnt.
Wer neu in den Verein einsteigen will oder nach einer längeren Pause wieder mitmachen möchte, ist herzlich willkommen. Der Einstieg ist unkompliziert – einfach beim Training vorbeischauen oder über die Kontaktmöglichkeiten des Vereins melden.
Für alle, die mitmachen: Früh anfangen lohnt sich. Wer schon Ende März oder Anfang April anfängt, sich locker einzuspielen, geht deutlich entspannter in die ersten Medenspiele als jemand, der erst kurz vorher auf den Platz kommt.
Motivation hochhalten – auch wenn's am Anfang holpert
Die ersten Einheiten nach der Winterpause laufen selten perfekt. Bälle gehen ins Netz, die Vorhand fühlt sich fremd an, die Kondition fehlt. Das ist völlig normal und gehört dazu. Die meisten Spieler berichten, dass nach zwei bis drei Wochen regelmäßigem Training das Niveau schnell wieder da ist – oft sogar besser als im Herbst, weil man ausgeruht und motiviert in die Saison geht.
Also: Schläger entstauben, Schuhe schnüren – und raus auf den Sand.